Montag, 20. Oktober 2014

Gefüllte Zucchini Orientalisch




Zutaten für 2 Personen:

2 Zucchini
1 kleine Tomate
1/4 Tasse Couscous
1/4 Tasse Wasser
2 TL Tomatenmark
1 TL Currypulver
1 TL Paprikapulver
1 EL Sonnenblumenkerne
5-6 schwarze Oliven
eine halbe rote Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
2 Radieschen
10 Kichererbsen (aus Glas, vorgekocht)
eine Hand voll frische Petersilie
eine Prise Meersalz
Pfeffer
1 TL Olivenöl

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zucchini der Länge nach halbieren und mit einem Löffel aushöhlen. (Tipp: Zucchinifleisch muss nicht weggeworfen werden, sondern kann z.B. mit etwas Knoblauch und Nüssen püriert werden und einen leckerer Brotaufstrich werden). 1/4 Tasse Couscous in eine Schüssel geben und die selbe Menge Wasser, also auch 1/4 Tasse, im Wasserkocher erhitzen und über den Cosucous schütten. Diesen dann 10 Minuten ruhen und quellen lassen.

In der Zeit Zwiebel würfeln, Knoblauch fein würfeln, Tomate klein würfeln, Radieschen würfeln, Oliven in Ringe schneiden und Petersilie mit dem Messer fein haken. Dann in einer beschichteten Pfanne 1 EL Olivenöl geben und darin Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen bis sie glasig werden. Diese dann zum Couscous geben zusammen mit dem restlichen Gemüse, den Sonnenblumenkernen und den Kichererbsen. Alles würzen mit Salz, Pfeffer, Curry, Parika, Tomatenmark und der frischen Petersilie. Nun alles gut vermengen und nach Wunsch noch einmal abschmecken. Wer es noch orientalischer mag, kann noch ein paar Rosinen dazugeben.

Dann die Zucchini mit der Couscous-Masse füllen und sie in einer Form in den Ofen stellen. Nach 30 Minuten sind sie fertig und haben noch ein bisschen Biss. Wer sowas nicht mag, der kann die Zucchini-Hälften vorher kurz anbraten oder zaubert eine kleine Tomatensauce in die er sie legt.

Wir haben dazu Reste einer Erdnuss-Sauce gegessen ( 1 EL Erdnussbutter, 2 EL Sojasauce, 1 Tl Agavensirup, 1 TL Sesamsamen geröstet, etwas Wasser -> Alles verrühren und soviel Wasser hinzugeben, bis eine cremige Sauce entstanden ist, schmeckt kalt sehr lecker). Aber es liegt natürlich immer an jedem Einzelnen wie er es mag. ;)

Guten Appetit!

Sonntag, 19. Oktober 2014

Ist Veganismus dekadent?

Heute wurde uns als Veganer von einem Freund, den wir eingeladen haben und der mit der veganen Lebensweise und Ernährung noch nicht so vertraut ist, die Frage gestellt, ob Veganismus nicht dekadent sei.

Wieder einmal ein neuer Punkt, über den ich so vermutlich nicht nachgedacht hätte. Also habe ich den Begriff Dekadenz noch einmal genauer betrachtet. Laut Wikipedia hat das Wort Dekadenz einen geschichtsphilosophischen Ursprung, bei dem Veränderungen in Gesellschaften und Kulturen als Verfall, Niedergang bzw. Verkommenheit gedeutet und kritisiert wurden. Der Begriff Dekadenz setzt also voraus, es gäbe objektiv bessere und wünschenswertere Zustände. In der späteren Literatur bezog sich der Begriff auf ein ablehnendes Verhältnis zur "bürgerlichen Welt" und zeichnete sich durch Exotismus, Rausch und einer gesteigerten Sensitivität aus. Gegenwärtig wird der Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch negativ verwendet und wird gleichgesetzt mit Schwächlichkeit, Verkommenheit oder Verschwendung, sowie im Sinne eines sozial schädlichen (vorwiegend moral-ethischen) Abweichens einer gesund-natürlichen Lebensform.

Unser Freund, ein Fachmann im Bereich Werbung, warf diesen Aspekt ein, als ich ihm erzählte, dass wir sogar bei unseren Taschentüchern angefangen haben darauf zu achten, welche Marke wir kaufen, um z.B. Experimente an Tieren zu umgehen. Natürlich ist unser Freund ein lieber, offener Mensch, der mit seiner Frage nicht das vegane Thema oder das Gespräch herunterziehen wollte. Dennoch kam sie die Frage und ich fand es gut, sie hier noch einmal einer genaueren Betrachtung zu würdigen.

Wenn Jemandem das Thema Veganismus neu ist, kann ich verstehen, wenn er es als übersensibel oder in gewissen Maße übertrieben findet, wenn man die Produkte, die man kauft und konsumiert solch einer "harten" oder sagen wir intensiven Betrachtungsweise unterzieht. Veganer betrachten die Gesellschaft und die Esskultur mit Sicherheit aus einer kritischeren Perspektive als Otto-Normal-Verbraucher. Und sie gehen mit Sicherheit auch davon aus, dass es gesündere oder aus moral-ethischen, ja auch aus umweltkritischen Aspekten heraus bessere Alternativen geben kann zu dem Konsum tierischer Produkte. Das macht sie zwar zu kritischen Hinterfragern, aber weniger zu arroganten Missionaren. Zumal ich es auch immer schwierig finde, egal welche Art von Menschen, alle in gewisse Schubladen zu pressen. Es gibt natürlich begeisterte Veganer, die zu 100% hinter dieser Sache stehen und diese gerne in Diskussionen bis aufs Blut verteidigen. Doch es gibt auch Veganer, die offen bleiben und auch in einem Dialog mit Anderen verweilen.

Kein Gespräch ist ein gutes Gespräch, wenn es keinen Ausgleich bei der Argumentation gibt und keinen Spielraum für gegenseitige Akzeptanz, einem gesunden Maß an Respekt, Interesse und Verständnis füreinander. Wenn Dekandenz bedeutet die "bürgerliche Welt" abzulehnen, dann sind Veganer dies absolut nicht. Sie lehnen einen bestimmten Teilbereich beim Konsum und in ihrem Ernährungsverhalten ab. Sie setzen sich natürlich ein für eine gesunde Lebensweise und gegen das Leiden von Tieren. Und ja, gerade dies macht sie in der breiten Masse zu "Exoten", da sie NOCH einer Minderheit der Bevölkerung angehören. Und ja, sie haben eine gesteigerte Sensivität entwickelt, weil sie achtsamer durch die Welt gehen, sich viel mehr Wissen zu ihren Produkten aneignen und natürlich das Quälen und Töten von Tieren ablehnen.

Bin ich verschwenderischer oder "dekadenter", weil meine Taschentücher vegan sind und nicht von einer Firma, die Tierversuche fördert? Ich denke nein. Ich werfe mein Geld nicht sinnfrei in die Marktwirtschaft hinaus, nur weil ich mich auf bestimmte Produkte oder Marken konzentriere. Im Grunde vereinfacht es mein Konsumverhalten enorm, da ich nicht aus einer Fülle an Marken wählen muss. Meine Taschentücher sind recyclebar, aber natürlich werden für sie auch Bäume abgeholzt. Ich schaffe es aufgrund mangelnder Transparenz garnicht immer 100% vegan zu leben. Doch es anzustreben nenne ich alles andere als dekadent. Vielleicht ist blinder Konsum da verschwenderischer als veganer?

Vorallem gefällt mir der heutige negative Sprachgebrauch von Dekadenz nicht. Ist man also Exotisch, weil man nicht der breiten Masse folgt? Vermutlich ja. Und wieso nicht? Wirft man sein Geld verschwenderisch heraus oder stellt es zur Schau? Nein, denn vegan leben muss nicht zwingend teurer sein, aber es ist natürlich hochwertiger, da viele Lebensmittel nicht künstlichen Zusatzstoffen unterworfen sind oder aus fairem Handel stammen. Bin ich sozialkritisch? Nun ja, schon. Denn ich hinterfrage zumindest Teilbereiche des gesellschaftlich, ja besonders menschlichen Handelns. Halte ich mich als Veganer für einen besseren Menschen? Nein, aber ich kann sagen ich gebe mein Bestes, um gut zu handeln und im Spiegel zufrieden mit mir selber zu bleiben.

Wenn Dekadenz damit verbunden wird, anders als andere sein zu wollen, dann wieso auch nicht? Anders sein oder kritischer sein, muss nicht gleichbedeutend negativ ausgelegt werden. Ob die Gesellschaft einem Verfall unterworfen ist, weil sie tierische Produkte konsumiert? Das kann ich nicht beantworten. Ich weiß, dass wenn die Menschen weiter so konsumieren würden, wie sie es tun, brauchen wir zweimal die Erde, um all diese Ressourcen zu decken. Veganer sind vielleicht eine Minderheit, aber es ist auch kein Hype oder ein Lifestyle. Es ist nicht "schick" oder besonders "trendy" vegan zu sein. Was soll das überhaupt bedeuten? Im Grunde haben viele etablierte gesellschaftliche Veränderungen eines Tages wohl als Trend begonnen. Jeder der früher ein Automobil fuhr, wurde anfangs wohl noch als Spinner abgetan. Heute ist eine Welt voll von Autos.

Vielleicht wird man heute noch belächelt, wenn man sich einer alternativen Ernährungsweise zuwendet als Andere. Doch eines Tages gehören Sojaprodukte vielleicht zu einer gängigen Zukunftsmahlzeit. Niemand kann das sagen. Über den Gedanken dekadent zu sein, habe ich mir bisher noch keine großen Gedanken gemacht. Zumal ich zufrieden mit mir und meinem Kaufverhalten bin. Ich kannte Vorwürfe wie Extremismus oder Fanatismus, welches mit Veganismus in eine Tüte geworfen wurde. Und manchmal ist es ermüdend sich solchen Argumentationsansätzen zu stellen. Aber ich versuche meistens Ruhe zu bewahren und freundlich aufzuklären. Neugier und Offenheit finde ich auch bei unserem Freund sympathischer als stille Ablehnung. Immerhin werden Fragen ja noch gestellt und man gibt damit jemandem die Chance zu antworten.

Ist Veganismus also dekadent? Meine für mich gefundene Antwort wäre: Nein. Ich kann durchaus Teilansätze und Vergleiche nachvollziehen, wenn ich die genaue Bedeutung des Wortes recherchiere, aber ich denke Veganismus bezieht sich nur auf einen Teilaspekt im Leben und stellt keine Ablehnung eines gesellschaftlichen Systems dar. Und ich denke, dass Veganer ganz sicher nicht Abweichen von einer gesund-natürlichen Lebensform.

Doch mich interessiert natürlich auch mal Eure Meinung als Veganer dazu. Wie hättet Ihr Eurem Freund diese Frage beantwortet? Und wie wohl hättet ihr Euch mit der Antwort gefühlt? Ganz gleich wie sie ausgefallen wäre. Ich habe den Tag jedenfalls dennoch positiv gesehen, denn ich finde es spannend und auch gesund immer im Dialog zu bleiben, gerade um als Veganer garnicht mehr so unnahbar oder exotisch zu wirken. Außerdem hat unser Freund sich über die Einladung gefreut und das vegane Essen hat ihm sehr gut geschmeckt. Und wer weiß, vielleicht denkt er in Zukunft auch mal allgemein über Konsum nach oder auch über Veganer als Zielgruppe, da er ja nun einmal aus der Werbungsbranche kommt ;) Ich musste lachen, denn ich denke gerade Veganer beäugen Werbung kritischer oder kaufen Produkte nicht blind, weil das Label gutes verspricht.



Freitag, 17. Oktober 2014

Do you like "The Taste"?

Ich weiß nicht wieso, da ich mittlerweile wenig Fernsehen gucke, aber neulich Abend dachte ich schaue ich mir die Sendung The Taste noch einmal genauer an und aus der Perspektive einer Neu-Veganerin.

Hier ist der Name angeblich Programm. Mit Slogans wie "Nur der Geschmack zählt!" oder "Ein Mund voll geiles Essen" werden hier wieder einmal Zuschauer zum Einschalten geködert. Diese Sendung gliedert sich ein in eine Fülle von Kochshows, neuen Star-Fernsehköchen, Restaurantrettern und Foodsendungen.
Deutschland sieht sich satt daran, im wahrsten Sinne des Wortes.

Offensichtlich scheint es ein kocheifriges Publikum vor deutschen Fernsehern zu geben, die nix lieber mögen als Kochen und gutes Essen. Dabei ist Geschmack gerade beim Essen wohl relativ, genauso wie die Auslegung von gesundem Essen. Viele Menschen sind übergewichtig und die meisten haben, wenn sie mal wieder gestresst von der Arbeit nach Hause kommen, weniger Lust auf Haute Cuisine, statt schnelles Fastfood. Fix was im Magen, statt stundenlang vorm Herd stehen. Doch seltsamerweise boomen diese Kochsendungen und schießen wie Pilze aus dem Boden.

Man könnte meinen, Deutsche interessieren sich tatsächlich für ihre Lebensmittel und dass leckere Küche ganz oben auf ihrer Hitliste stehen. Doch im Alltag zeigt sich ein eher anderes Bild. Fertigpizzas und Fertiggerichte fluten die Supermärkte und die Meisten haben keinen blassen Schimmer, was sich hinter all den E-Nummern wirklich in Ihren Produkten befindet. Doch das ist ein anderes Thema.

Do you like "The Taste"? - Ehrlich gesagt, aus einem ganz neuen Blickwinkel betrachtet, fand ich die Sendung total am Thema vorbei. Zum Einen bewerben sich hier Kandidaten, die zwangsläufig mit tierischen Produkten arbeiten müssen, wenn sie mitmachen wollen. Ein veganer Hobbykoch würde hier also nie mitmachen können, um einmal zu zeigen, dass auch eine vegane Küche klasse Geschmack auf einen Löffel zaubern kann. Traurig, aber wahr und damit ist diese Sendung nicht im modernen Zeitalter angekommen. Schade!

Und damit sind wir beim heiß begehrten Löffel. Die Kandidaten kochen sich in 2 Stunden absolut an ihre nervlichen Grenzen. Riesen Töpfe werden benutzt, um einen Selleriestampf zu kochen, von dem am Ende nicht mal ein halber Teelöffel auf dem winzigen "Präsentations-Löffel" landet. Zwangsläufig kam mir der Gedanke, wohin all diese vielen gekochten und eher verschwendeten Lebensmittel landen? Im Müll? Es wird gekocht, um alle Geschmacksnuancen auf einen kleinen Löffel zu drapieren. Doch wieso? Was ist aus den guten Tellern geworden? Sind die nicht mehr originell genug, überlegen sich Produzenten solche, an den Haaren herbeigezogene Konzepte. In Afrika leiden Kinder an Hungersnot und hier kochen sie im großen Stil, um das meiste wieder zu entsorgen.

Für eine spezielle Kochaufgabe präsentiert man ganze Kühlkisten voll mit Jakobsmuscheln, Lachsen und Königskrabben. Am Ende sind all diese Tiere gestorben und verwendet werden vielleicht 5 davon. Interessiert aber keinen, sieht ja beleuchtet schick vor der Kamera aus. Manchen soll hier schon der Sabber runterlaufen, mir leider graute es vor dem Anblick. Die Kandidaten waren auch hier zum Teil überfordert., weil sie zu Hause noch nie mit solchen Produkten gearbeitet haben. Einer der Kandidaten hat die Krabbe wirklich mit dem Hackmesser maltratiert und sie herumgeschleudert, statt anständig zu kochen.

Wie weit sinkt das Niveau des Fernsehens noch? Die Profiköche schmecken nicht einmal feine Gemüsenoten im Püree heraus, machen sich gegenseitig herunter, nehmen ihre Kandidaten kaum wahr und keifen diese die meiste Zeit nur an, so dass manche heulend zusammenbrechen. Ist es wirklich das, was man sehen mag? Nein.

Ich liebe Kochen und ich mag mir auch als Veganerin gerne Inspirationen holen, aber wenn man die "vegane" Woche beim perfekten Promi-Dinner sieht und am Ende auch hier vegane Kandidaten mosern nicht "satt" zu werden oder das "Endfazit" der Woche eine vegane Mission gewesen sein sollte, dann ging das bei VOX eher in die Hose. Die Sender haben wenig Feingefühl für ordentliche Dokumentationen zu dem Thema.

Da lobe ich mir auf ARTE eine Sarah Wiener, die in Indien sich auf eine Entdeckungsreise zum Thema Curry begibt. Die liebevoll bei Einheimischen im Garten Gewürze sammelt, herzlich und offen auch auf fremde Menschen und Esskulturen zu geht. Eine Sarah Wiener, die für Ihre Gäste Entenbrust präsentieren wollte und als sie sah, wie die Ente getötet werden, freiwillig nur eine Ente statt 3 für ihre Gäste opfern wollte. Sie hat geschluckt und gemerkt, was es bedeutet. Also macht sie weniger, was auch schon einmal ein Schritt war.

Leider sieht man in diesen hoch attraktiven, modernen Kochshows immer nur die Fleisch und Fischwaren in zubereitungsfähiger Form, selten das Tier und die Tötung dahinter. Das wird bei Genuß ja gerne einmal ausgeblendet. Doch wieso gehört auf jeden Löffel Fleisch oder Fisch? Warum muss es immer ein Grundbestandteil eines abgerundeten Geschmacks darstellen?

In der Werbung habe ich weiter geswitched und lande bei RTL 2 auf einer Sendung, wo sie tatsächlich junge dicke Kinder vorführen, die nun von ihren Eltern in eine Ernährungsklinik geschickt werden, um ihr Übergewicht in den Griff zu bekommen. Da sitzt dann der Arzt und verkündet den Eltern, dass ihre Tochter ganze 6 Kilo abgenommen hat. Er zeigt Vorher- / Nachherbilder und die Eltern sind ja ach so stolz auf ihr Kind. Niemand fragt sich, ob ein so junges Mädchen in der Schule wegen dieser Sendung nicht noch gemobbt wird. Der Arzt schimpft nicht die Eltern dafür, dass sie zu zuckerlastig und fettig gekocht haben für ihr Kind. Nein, er ermahnt die Kleine auch zu Hause schön weiter ihre Übungen zu machen "auch wenn Mama mal nicht mit laufen mag". Das kleine Mädchen lächelt stolz und nickt doch beschämt. Vermutlich geht sie mit Elan und neuem Lebensmut nach Hause, um festzustellen, dass es doch wieder so ist wie immer. Wenn die Eltern nicht umdenken, wieso sollen es die Kinder dann tun?

Spätestens dann war ich langsam mal wieder vom Fernsehprogramm angewidert. Nicht nur, dass sie dicke Menschen vorführen, nun auch noch die armen Kinder. Wo man zeitgleich Deutschland mit all diesen Kochsendungen flutet. Esst und esst und esst..! Essen ist geil, genussvoll und die Hälfte davon ist meistens ungesund. Egal. Hier wird fleißig weiter vor Kameras gebrutzelt, alles in Öl, Sahne und Butter ertränkt. Lebensmittel werden falsch bearbeitet oder in Maßen schlichtweg verschwendet. Ich weiß nicht, ob es an meiner neuen Lebensweise liegt, oder ob ich als Veganerin einfach mal Sendungen und Werbung aus einem anderen Blickwinkel betrachte. Früher dachte ich bei The Taste wohl auch wie lecker, heute schüttelte es mich buchstäblich.

Manchmal wünschte ich mir eine vegane Kochsendung zur Primetime. Oder dass Veganer sich auch bei The Taste bewerben könnten ohne mit Rindfleisch oder Muscheln kochen zu müssen, und die trotzdem klasse Geschmack auf den Löffel zaubern. Oder dass Köche wie Tim Mälzer, Frank Rosin, Lea Linster oder Alexander Herrmann auch mal vegan kochen müssten, um zu zeigen, dass sie ihren Koch-Horizont auch erweitern könnten. Doch das bleibt wohl nur ein Traum. 

Fazit: Lieber wieder die Kiste ausmachen und ein gutes Buch lesen. ;)

P.S.: Sat 1 will ab kommenden Mittwoch eine Produktsendung einführen, wo sie mal zeigen wollen, wie ein Produkte tatsächlich ensteht, wie es hergestellt wird und was all die Zusätze auf der Verpackung tatsächlich bedeuten. Leider oder natürlich läuft sie erst um 22:40 Uhr (Wer wird es um diese Zeit noch gucken?). Ich werde auch da mal reinschauen, um mir ein eigenes Urteil zu bilden. Mal sehen wie seriös sie berichten. Doch man sollte, wie immer, nicht zu viel erwarten. 

Dienstag, 14. Oktober 2014

Zitronen-Kokos-Muffins






Zutaten für 12 kleine Muffins:

300 g Dinkelvollkornmehl
100 g Rohrzucker
2 TL Weinstein Backpulver
Mark einer Vanilleschote (Alternative: etwas gemahlenes Bio-Vanillepulver)
1 TL Natron
4 EL Speisestärke
eine Prise Salz
frische geriebene Schale einer Bio Zitrone
3-4 EL Zitronensaft
2-3 EL Kokosflocken (geraspelt)
90 ml Rapsöl (ist am neutralsten; Tipp am Rande: Man kann die Menge Öl auch mit Apfelmark ersetzen, wer es nicht so ölig mag; das müsste auch klappen)
200 ml Sojamilch (gehen auch Alternativen wie Reismilch, Hafermilch etc.)

Nach Bedarf/Wunsch für den Guß:

etwas Zitronensaft
Puderzucker

Zubereitung:

In eine Schüssel werden zunächst die trockenen Backzutaten getan und gut verrührt. Also Mehl, Rohrzucker, Vanillemark, Backpulver, Vanille, Natron, Speisestärke und die Prise Salz. Gut mischen, damit das Backpulver sich gut im späteren Teig verteilt.

Dann fügt man die nassen Zutaten hinzu. Zitronenschale, Zitronensaft, Kokosflocken, Öl und Sojamilch. Dann alles mit dem Rührgerät mischen bis ein etwas fester klebender Teig entstanden ist. Diesen dann mit zwei Löffeln gleichmässig in eine gefettete Muffinform füllen. Wer sie gerne verschenken möchte oder sie gut mitnehmen mag, kann auch kleine Muffinpapierchen in die Schalen legen und diese dann mit Teig befüllen. Ich hatte noch welche da und habe sie benutzt.

Nun kommen die Muffins für 20 Minuten bei 175 Grad Ober-/Unterhitze in den vorgeheizten Backofen.
Wer sicher sein möchte, ob sie fertig gebacken sind, kann ein Holzstäbchen in den Teig stechen. Wenn kein Teig kleben bleibt oder das Stäbchen nass wird, ist der Muffin in jedem Fall durch und sehr fluffig und lecker.

Wer möchte, kann sie nun noch mit einem Guß aus Zitronensaft und Puderzucker bestreichen oder sie mit etwas geschmolzener Zartbitterschokolade verzieren. 

Wir haben sie probiert und fanden sie wirklich klasse. Nicht zu süss, sehr feines Zitronenaroma und eine leichte Kokosnote. Sie sind gut mal als alternatives Frühstück, als Nachmittagssnack zum Tee oder auch für unterwegs.

Viel Spaß beim Nachbacken! ;)

Nahrungs-Erziehung und Verzicht

Seit ich Veganerin bin, beschäftige ich mich viel intensiver mit Lebensmitteln und Produkten, als ich es noch als Omnivore (Allesesserin) tat. Und ich muss zunehmend darüber nachdenken, wieso ich nicht längst diesen Schritt gemacht habe, meine Ernährungsweise zu ändern.

Am Ende blicke ich dann in eine düstere Vergangenheit zurück, denn ich war wie viele Menschen doch einer gewissen "Nahrungs-Erziehung" unterworfen. Angefangen bei meinen Eltern, die mir im Grunde nie vorgelebt haben zu hinterfragen, ob das, was ich gerade esse wirklich gut für mich ist. Zwar hat meine Mutter immer Wert auf qualitativ hochwertige Produkte oder sagen wir eher Marken wie Landliebe gesetzt, aber Kuhmilch selber einmal zur Diskussion zu stellen, gab es im Grunde nie.

Mir wurde beigebracht immer gut und vielseitig zu essen, alles auch einmal zu testen und zu probieren, bevor ich es als eckelig abwiege. "Man muss alles mal probieren!" hat meine Mutter so gerne gesagt. Zum Teil gebe ich ihr da auch heute noch Recht, denn es hat mir auch geholfen, mich neuen veganen Lebensmitteln zu öffnen. Und um Himmels Willen möchte ich hiermit auch nicht sagen, dass meine Eltern alles daran gesetzt haben, dass es uns Kindern gut ging oder wir leckeres tolles zu Essen im Hause hatten. Nur rückblickend ärgert es mich manchmal, dass ich selber nicht früher hinterfragt habe. Vielleicht hätte ich sogar einiges innerhalb meiner Familie bewegen können oder vielleicht hätte ich nicht so unsagbar früh einen Bruder an einem Gehirntumor oder eine Schwester an Magenkrebs verloren. Oder meine Eltern, die seit Jahren an Diabetes Melitus leiden, hätten ihren Blutzuckerspiegel über die Art der Ernährungsweise vielleicht deutlich besser in den Griff bekommen als mit dem Spritzen von Insulin.

Doch es ist im Grunde müselig die Vergangenheit zu bedauern, denn wichtig ist, dass ich für mich einiges dazu gelernt habe. Und wenn es nur die simple Tatsache ist, ein Produkt oder ein Lebensmittel einmal genauer zu betrachten und die Inhaltsstoffe oder die Herkunft zu hinterfragen. Warum sind an meinen Chips Fleischgewürze dran? Wieso soviel Salz, Zucker? Wofür stehen die ganzen E auf der Verpackung? Was ist Glutamat und warum wird alles mit Hefeextrakten schmackhafter gemacht? Welche Nährstoffe benötigt ein Körper überhaupt und ist es tatsächlich so, dass ich manche Nährstoffe nur über tierische Produkte bekommen kann? Was ist Milch und wie wird sie hergestellt? Was ist Colesterin und wieso soll man weniger Eier essen?

Jeder Mensch wird in einer gewissen Umgebung groß. Von klein auf bekommen wir auch beim Essen einiges mit anerzogen. Wir glauben, dass das, was es zu Hause gibt, einfach am Besten und am Leckersten ist. Frei nach dem Motto "Bei Muttern schmeckt es am Besten". Wir lernen zu festen Zeiten zu essen oder dass es unartig ist seinen Teller nicht aufzuessen. Wir essen, auch wenn man keinen Hunger hat. Wir essen aus Frust und Langeweile. Aus Geselligkeit oder weil ein Filmabend mit Freunden ohne Chips und Bier undenkbar wäre. Wir glauben, was die Werbung uns glauben machen möchte. Blind und ohne zu Hinterfragen. Wir vertrauen auf "Expertenrunden" im Fernsehen, auf unseriöse Dokumentationen, die nicht alle Aspekte eines Themas beleuchten und manchmal gerne mit dem Hype spielen, um die Zuschauerzahlen zu erhöhen.

Die Marketingexperten, Food-Designer und Lobbyisten der Lebensmittelindustrie, ja selbst die Pharmaindustrie lenken uns bewusst in eine gewisse Richtung. Eine Richtung, in der wir auch schädliche Nahrungsmittel mit Genuß, Lebensgefühl, Gesundheit und Lifestyle verbinden. Denn mal ehrlich, wer möchte mit seinem saftigen Steak eine gequältes geschlachtetes Tier verbinden? Oder wer möchte nicht daran glauben, dass Milch der Calcium-Lieferant Nummer Eins ist, gut für die Knochen? Keiner mag wissen, dass Milch den Säurehaushalt des Körper aus dem Gleichgewicht bringt und die Knochen daher Calium abbauen. Dass man Muttermilch anderer Tiere trinkt, die unser Körper mit zunehmendem Alter kaum verarbeitet bekommt im Körper. Keiner will hören, dass Käse fettig ist. Vielmehr ist er ein Hochgenuß bei einer guten Flasche Rotwein. Gerne stempelt man Veganer als seltsame Hippies, Spinner, Homöopathische Fanatiker ab, weil sie schlichtweg Alternativen zu Chemie, künstlichen Farbstoffen, Aromen etc. suchen. Es wäre ja für die gesamte Lebensmittel- und Pharmaindustrie oder die Marktwirtschaft im Allgemeinen fatal, wenn alle gesünder und weniger krank wären. Wenn der Konsum ungesunder Produkte sinkt.

In einer Zeit wo Menschen im Dauerstress sind, weil sie arbeiten wie verrückt und keine Zeit mehr aufbringen können zu hinterfragen, wird schlichtweg einfach konsumiert. Man greift einfach ins Regal nach Kriterien wie Marken, optische Reize, gutes und güstiges Schnäppchen-Angebot oder einer ansprechenden Verpackung. Wir lesen klangvolle Slogans wie "natürliche Aromen" "aus frischem Anbau" "schonend gegart" und greifen dann gerne zu. Aber wer dreht schon einmal die Verpackung um und wirft einen Blick auf die Zutatenliste? Ich selber tat es nie. Ich habe immer weggesehen, blind vertraut. Schmeckt gut bedeutet nur nicht, dass es auch wirklich gut tut.

Schaut man sich um, sieht man immer mehr übergewichtige Menschen. Grimmige Gesichter, gereizte unfreundliche Leute ohne einen Funken innerlicher Ausgeglichenheit im Gesicht. Viele leiden an Diabetes, Osteoporose, Herz-Kreislauferkrankungen, Fettlebern, hohem Blutdruck, ADHS, Krebs usw. Nur keiner verschwendet einen winzigen Gedanken, ob es mit der Ernährungsweise zu tun haben kann. Die Kinder werden immer größer, weil in vielen Lebensmitteln versteckte Hormone drin sind. Selbst Gemüse und Obst werden mit Pestiziden behandelt. Über das Fleisch nehmen wir Antibiotika auf, die verfüttert werden, um in der Massentierhaltung Krankheiten zu vermeiden. Und dann wundern wir uns, wieso all die Medikamente beim Arzt zunehmend weniger anschlagen.

Wie gerne hört man als Veganer den Satz "Ich könnte nie auf Fleisch, Milch, Eier oder Käse verzichten!". Ja, der Veganer verzichtet darauf ganz bewusst. Nicht weil es ihm nicht geschmeckt hat, sondern er hat für sich entschieden, dass sie nicht mehr zu seinem Speiseplan gehören. Sie stellen für ihn keine wirklichen Lebensmittel mehr dar. Insofern ist dieser bewusste Verzicht freiwilliger Natur und lange nicht so negativ behaftet, wie es wirken mag. Niemand isst schließlich gerne etwas, was er für nicht besonders gut erkannt hat. Ich denke auch nicht, dass Veganer den Sinn nach Genuß oder Lebensfreude verloren haben, weil sie kein Fleisch mehr essen. Sie genießen genauso, nur anders als es viele Allesesser vielleicht sich vorstellen können.

Und das kann ich auch verstehen, denn ich war lange ganz ganz genauso. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich meine Geschmackssinne verändern kann, doch es ging. Selbst Zartbitterschokolade, die ich als Kind lange verachtet habe, ist nun absolut lecker. Wenn man einmal inne hält, sich einließt, hinterfragt oder auch nur mal die Werbung kritisch betrachtet, stellt man fest wie unachtsam man mit sich und allem war. Besonders mit sich selber und dem eigenen Körper ist man nicht behutsam genug umgegangen. Und schließlich soll dieser uns eine lange Zeit erhalten bleiben. Ist es da nicht schade, nicht mal etwas mehr Zeit für sich selber aufzuwenden? Man hat doch am Ende immer eine Wahl, und diese muss jeder für sich ganz alleine treffen. Wie will man leben und was tut mir gut? Wofür stehe ich ein und was kann ich im Spiegel vertreten? Was glaube ich und was hinterfrage ich?

Und ich bin auch der Meinung, dass man Veganismus gründlich hinterfragen und prüfen sollte, bevor man sich dafür entscheidet. Es ist nie gut einem Trend zu folgen und es ist unheimlich wichtig in jeder Ernährungsweise zu prüfen, ob das zu einem passt. Sonst rennt man wieder umher und probiert Low Carb, Trennkost, Kohlsuppen-Diäten, Leberreinigungs-Diäten, Weight Watchers oder so etwas wie Atkins aus. Und am Ende wird man wieder enttäuscht.

Selbst meine liebe Oma hat mir ihre kuschelig warmen Daunendecken als Kind immer als etwas ganz besonders Tolles verkauft. Wenn ich bei ihr übernachtet habe und mich in die Decke gemummelt habe, habe ich doch nie im Leben daran gedacht, dass Tiere diese Federn vielleicht bei Bewusstsein ausgerissen worden sind. Viel zu romantisch und schön ist diese Kindheitserinnerung. Oder dass ihr Festtagsbraten früher so Besonders war. Meine Geschwister haben sich um die tolle Sauce der Weihnachtsgans bald geprügelt. All sowas verbindet man natürlich aus Gewohnheit mit etwas Gutem. So etwas plötzlich neu zu betrachten, kann weh tun oder manchmal Angst machen. Umdenken könnte einem das Leben vielleicht vermiesen. Letztlich liebte ich meine Oma genauso, wie sie nun einmal war. Und ich denke auch gut an diese Momente zurück. Ich wollte damit nur verdeutlichen, welche Erziehungen und Erlebnisse uns nachhaltig geprägt haben. Und warum es schwer ist, diese abzulegen. 

Leben ist etwas so Bedeutsames. Und ich habe schon viele liebe und wichtige Menschen zu Früh verloren, um zu wissen, wie kostbar jeder Moment sein kann. Man lebt nur dieses eine Mal und niemand anderes gestaltet dieses eigene Leben außer man Selber. Das kann einem Niemand abnehmen und man trägt immer für sich und sein Handeln die Verantwortung. Darum gilt es nach Vorne zu blicken und nicht Zurück. Es ist nie zu spät sei Leben zu verändern, egal wie alt man sein mag. Es ist einfach wichtig den Mut aufzubringen und es zu tun. Auch wenn man vielleicht nicht den Vorstellungen der breiten Masse entsprechen mag, so ist man doch ein Mensch. Und wenn man mit sich im Einklang ist, wird man es auch immer gut vertreten können. Selbstbewusst und ohne Scham.

Dies ist natürlich nur meine Meinung. Aber ich hoffe, wenn man dies hier liest, geht man das nächste Mal ein wenig offener und wachsamer in den Supermarkt. Oder man macht mal den Fernseher aus und geht spazieren. Oder man setzt sich einfach mal hin und prüft sich selber und sein Wissen zu dem Thema Ernährung. Was weiß man wirklich?

Montag, 13. Oktober 2014

Gemüsetortellini in scharfer Tomaten-Gemüse-Sauce




Zutaten für 2 - 4 Portionen:

Gemüsetortellini 250 g (gibt es als vegane Variante im Bioladen)
1 Dose geschälte Tomaten
1/2 Zucchini
1 Stück einer kleinen Aubergine
kleines Stück Paprika (rot)
6 Zuckerschoten
5-6 schwarze Oliven
1 kleines Stück Möhre (geraspelt)
1 kleines Stückchen Sellerie
1 kleine rote Zwiebel
eine Hand voll Cashewnüsse
eine Hand voll frische Basilikumblätter
2 EL Tomatenmark
1 kleiner Schluck veganer Rotwein (wer es nicht mag, kann es auch weglassen)
eine Prise Meersalz
Pfeffer
Paprika Scharf Gewürz (geht aber auch Paprika Edelsüss)
1 TL Oregano
eine Messerspitze Senf
ein Spritzer Agavendicksaft
2-3 kleine Ringe einer roten Chilischote abschneiden (kann man auch weglassen)
1 Zehe Knoblauch
2 EL Olivenöl

Zubereitung:

1. Topf mit Wasser zum Kochen bringen und in der Zeit das Gemüse vorbereiten. Zucchini, Paprika, Aubergine, Zwiebeln, Knoblauch, Sellerie in kleine Würfelchen oder Stückchen schneiden. Oliven in Ringe schneiden, Möhre schälen und raspeln, Cashewnüsse mit Messer grob klein hacken, Basilikum ebenfalls leicht hacken oder in feine Streifen schneiden. Von einer roten Chilischote wenige kleine Ringe abschneiden und in kleine Würfel schneiden.

2. Gemüse in einer beschichteten Pfanne in Olivenöl anbraten. Zwiebeln und Knoblauch zum Schluss dazu geben. Etwas salzen, pfeffern und würzen. Dann das Tomatenmark zugeben und nochmal kurz mit anschwitzen. Dann die Tomatendose hinzufügen und die Tomaten mit einem Messer in der Pfanne kurz klein schneiden. Mit etwas Rotwein oder Wasser ablöschen. Nun bei mittlerer Temperatur weiterköcheln lassen. Nachwürzen mit Salz, Pfeffer, Agavendicksaft, einer Messerspitze Senf, Chilis, Oregano und Paprika Gewürz. Vorsichtig nachwürzen und zwischendurch abschmecken. Das Gemüse sollte nicht zu weich sein und noch gut Biss haben. Zum Schluss gibt man die Cashewnüsse dazu.

3. Tortellini 10 -12 Minuten kochen und abtropfen lassen. Mit der Sauce und dem frischen Basilikum vermengen und servieren. Sehr sehr lecker und etwas für Liebhaber von ein wenig Schärfe im Essen. Die Aromen des Gemüses entfalten sich sehr gut und durch die Nüsse hat das ganze Gericht noch einen extra Pfiff.

Viel Spaß beim Nachmachen ;) Guten Appetit!

P.S.: Leider sind die Fotos nicht immer so prickelnd, aber es sind einfach leckere Rezepte, die so in unserem Alltag entstanden sind. Mit Kreativität am Herd sozusagen =)

Sonntag, 12. Oktober 2014

Keimlinge und Sprossen selber ziehen

Man kann gerade als Veganer Sprossen und Keimlinge selber ziehen. Sie enthalten viele gute Nährstoffe und strotzen für Energie. Wenn eine Saat beginnt zu keimen setzt sie alle wertvollen Kräfte in dem kleinen Spross frei und sie sind sehr gesund. Ideal, um sie in die vegane Ernährung mit einfließen zu lassen. Ob zum Frühstück auf dem Brot oder auch in leckeren Salaten oder kreativen Gerichten.

Ich habe damit begonnen mir ein Keimglas zu besorgen wie dieses. Es gibt sie in Biomärkten, manchmal im Drogeriemarkt oder auch online zu bestellen. Man kriegt sie schon zwischen 4-7 Euro. Gerade für jemand, der gerade erst einmal damit beginnen möchte Sprossen selber zu ziehen oder für einen kleineren Haushalt, sind diese Gläser absolut ausreichend.




In der Regel werden je nach Saatgut die Keime ersteinmal eingeweicht, dann mehrfach mit Wasser gespült. Dann stellt man sie schräg an ein sonniges freundliches Plätzchen (z.B. Fensternähe), so dass das Wasser immer gut abtropfen kann und die Keime viel Licht haben. Dann spült man sie einmal morgens und einmal abends mit Wasser und lässt das Wasser oben durch den Siebdeckel ablaufen. Je nach Saatgut sind sie Sprossen anders zu behandeln und nach ca 4-5 Tagen essfertig. Dann kann man sie gut aus dem Glas herausnehmen und in eine Frischebox im Kühlschrank lagern.

Manche benutzen auch gerne solche Sprossentürme und gießen dann regelmäßig Wasser nach, welches dann immer ablaufen kann. Hierbei ist zu beachten, dass der Abflußnoppen immer gut frei bleibt, damit das Wasser auch ungehindert abfließen kann.


Sehr begeistert war ich auch von den sogenannten Kresseigeln, die man online z.B. bei Amazon bestellen kann (um die 13-15 Euro). Dort legt man die Kressesaat drauf, füllt ein wenig Wasser drüber, lässt das Wasser in den Keramikigel einziehen. So bekommt die Kresse immer gut Feuchtigkeit ab, um zu gedeihen.
So einen werde ich mir in jeden Falle noch selber kaufen oder mir schenken lassen. Denn er ist eine super Idee und frischer bekommt man seine Kresse nicht wieder ;)


Kurz noch einige Infos zu den gängigsten Sprossen oder Keimlingsarten:

Mungbohnen 



Sie haben ein mild nussiges Aroma. Sie sind reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Folsäure. (59,6 % Kohlehydrate;  Vitamine: A, B1, B2, Niacin , C, E, Mineralien: viel Kalium und Phosphor, Kalzium, Eisen, Magnesium).  Sie brauchen etwa 4-5 Tage.

Alfalfa Sprossen


Alfalfa nennt man die Keimlinge der Luzerne. Sie enthalten viel Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe. Sie helfen z.B. auf natürliche Art bei Wechseljahrbeschwerden. Sie sind besonders kalorienarm und schmecken sehr frisch. Sie brauchen etwa 7 Tage.

Radieschensprossen


Wer es gerne etwas herzhafter, pikanter und schärfer mag, der wird sie absolut lieben. Sie enthalten Ballaststoffe, Natrium, Calcium, Magnesium, Fluor, Vitamin E, B2, B6 und Salicylsäure. Sie benötigen 5-6 Tage. Sie benötigen etwa 5 Tage.

Kresse


Auch sie hat einen schärferen Geschmack durch die enthaltenen Senfölglycoside. Vor dem Keimen muss sie nicht eingeweicht werden. Die Kresse aus Persien und ist reich an Vitamin C, Kalzium, Eisen und Folsäure, sowie Vitamin B. Sie benötigt etwa 5-7 Tage.

Einfach mal selben ziehen, kosten und austesten, was man besonders gerne mag. Sprossen sind super gesund und klasse Nährstofflieferanten!