Donnerstag, 12. März 2015

Afghanisches Dam Pokht mit Salata

Da stand ich plötzlich im Drogeriemarkt vor einer guten Freundin, die ich lange Jahre nicht mehr gesehen hatte und ich habe mich riesig darüber gefreut. Sie war positiv begeistert, dass ich das vegane Leben für mich entdeckt habe und auf die Frage, ob sie mir vielleicht einmal leckere vegane Rezepte aus Ihrer Heimat Afghanistan schicken könnte, kam direkt eine liebe Zusage. An der Stelle vielen Dank und einen lieben Gruß. <3 Ich war ganz aufgeregt, weil ich es gerade so sehr liebe multikulturelle Gerichte zu entdecken, daher musste ich es unbedingt nachkochen - Afghanisches Dam Pokht mit Salata. Zumindest würden wir es vielleicht in dieser Schreibweise am Besten aussprechen können, so schrieb sie mir. Ein sehr leckeres Basmati Gericht mit frischem Gemüse wie Erbsen, Bohnen und Kartoffeln, das sich vorallem durch die feinen Gewürze wie Zimt, Kardamom und Kumin entfaltet.


Ich habe durch meine Freundin erfahren, dass Reis Kochen in Afghanistan einer langen Zeremonie gleicht, wie zum Beispiel das Tee Kochen in Japan und dass Kurkuma ein beliebtes Gewürz in der afghanischen Küche ist, weil es auch eine antiseptische Wirkung haben soll. Ich lade Euch also dazu ein zu sehen, wie man Reis auf ganz afghanische Weise zubereitet. Und nicht aufgeben, wenn es beim ersten Mal nicht 100% klappt, es ist eine Übungssache. Afghanisches Essen ist würzig, scharf, exotisch, aufregend, vielfältig und kurz gesagt: köstlich!  Ein Genuss für die Sinne!

Zutaten für 4 Potionen:

240 g Basmati Reis  (Hinweis: 1 Tag vorher vorbereiten)
100 g TK Erbsen
1 Glas Kichererbsen
140 g grüne TK-Bohnen
2 Strauchtomaten
2 kleine Kartoffeln
1 rote Zwiebel
3-4 EL Tomatenmark
1/2 TL Kumin (von guter Qualität)
4-5 Kardamomkapseln (Alternativ: Kardamomsaat, etwa 12 Stück)
1 TL Kurkuma
1/4 TL Zimt
2 EL Rapsöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer

Für Salata als Beilage:

1 Gurke
3 Strauchtomaten
2-3 Frühlingszwiebeln
1 Zitrone
etwas getrocknetes Pfefferminz (Alternativ: frische Minze)
schwarzer Pfeffer
Meersalz

Zubereitung:

1. Den Basmati am Tag vorher gründlich mit warmem Wasser ca. 4 mal waschen, bis das Wasser klar wird und die erste Stärke rausgespült ist. Kocht man für abends reicht es auch, wenn man es morgens vorbereitet. Wichtig ist aber, dass der Reis dann in einer Schüssel mit Wasser über Nacht oder mehrere Stunden Zeit hat zu ruhen, da er so seine feine Konsistenz bekommt.


2. Zwiebel fein würfeln. Tomaten fürs Dam Pokht fein hacken. Kichererbsen waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Kartoffeln in kleine Würfelchen schneiden und in einem kleinem Topf mit kochendem Wasser etwa  10-15 Minuten vorkochen. Abschütten und beiseite stellen. Ofen auf 120°C Umluft vorheizen.



3. Das Wasser vom Reis gründlich abschütten. In einem großen Topf in 1 EL Rapsöl Zwiebel und Tomate 2-3 Minuten anbraten.



4. Dann gibt man den Reis hinzu und schüttet soviel mit Wasser auf, dass es der Reis ganz knapp überdeckt ist (nicht mehr!). Lieber weniger Wasser nutzen, hier ist definitiv vorsicht geboten, also zur Not lieber einen Schluck Wasser nachgießen, als dass man zuviel hat. Sonst ist der Reis schnell zu weich und das Dam Pokht wird zu flüssig. Mit der Zeit kriegt man aber sicher den Dreh heraus.



5. Nun kommen auch die Gewürze hinzu, also Salz, Pfeffer, Zimt, Kumin, Kurkuma und Kardamom. Dazu die Kapseln einfach etwas zerdrücken, bis sie sich öffnen und als ganze Stücke mit beigeben. Alternativ kann man auch Kardamom Saat benutzen. Zum Schluß Tomatenmark bei mischen, bis man merkt, dass das Wasser die rötliche Farbe annimmt. Auf mittlerer Hitze sanft vor sich her köcheln lassen und dabei immer im Auge behalten und gelegentlich umrühren bis das Wasser entwichen ist.


6. Nun gibt man auch das Gemüse hinzu, also Kichererbsen, Erbsen, Bohnen und vorgekochte Kartoffelwürfel. Alles gut vermischen. Jetzt bildet man in der Mitte des Reises eine kleine Kuhle, in die man etwa ein halbes Glas Wasser reingießen lässt. Dabei ist zu beachten: Ist der Reis noch hart viel Wasser, ist es schon weicher kaum Wasser nehmen oder die restliche Flüssigkeit ausnutzen.



7. Dann wickelt man ein gute befeuchtetes Küchentuch um den Topfdeckel und deckt damit den Topf ab. Jetzt kommt der Reis (meiner war schon gut weich) für etwa 15-20 Minuten in den Ofen. Auch hier sollte man den Reis immer im Auge behalten und gegebenenfalls etwas Wasser zugeben, wenn er zu trocken werden sollte.


8. In der Zwischenzeit den Salata vorbereiten. Dazu Gurke und Tomaten fein würfeln. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und fein hacken. Wer frische Minze hat, kann diese auch fein hacken. In einer Schüssel mischen und mit etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen und abschmecken.


9. In einer Pfanne 1 EL Rapsöl erhitzen und dann mit dem fertigen Dam Pokht vermischen. Wer Öl einsparen möchte, kann diesen Schritt auslassen. Das Dam Pokht zusammen mit Salata servieren.


Noshe jan! Guten Appetit!

Mittwoch, 11. März 2015

Nordafrikanische Champignon-Bulgur-Pfanne

Dieses Gericht ist aus einem Appetit auf Champignons gemischt mit Bulgur entstanden und ich wollte es durch Harissa, rotem Curry und etwas Limettensaft nordafrikanisch zubereiten - hier also meine Nordafrikanische Champignon-Bulgur-Pfanne mit frischer grüner Paprika, Tomate und Petersilie. Nach einem langen Tag perfekt, schnell gemacht und unheimlich lecker dazu!




Zutaten für 2 Portionen:

250 g braune Champignons
150 g Bulgur
300 ml Gemüsebrühe
1 Tomate
1/2 grüne Paprika
2 EL Tomatenmark
1 rote Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
2 EL frische glatte Petersilie, gehackt
1 TL frischer Ingwer, gehackt
1/2 Limette
1 TL Agavendicksaft
1 TL Harissa
1/2 TL Rotes Currypulver
1 TL Kräuter der Provence
1 EL Olivenöl
schwarzer Pfeffer
Meersalz

Zubereitung:

1. Champignons in Scheiben schneiden. Zwiebel, Ingwer und Knoblauch fein würfeln. Petersilie hacken. Tomate in grobe Stückchen schneiden.

2. 300 ml Wasser mit etwas Gemüsebrühe anrühren und in einer hohen Pfanne oder einem Topf zum Kochen bringen. Dann den Bulgur hineingeben und die Temperatur auf niedrig stellen. So auf kleiner Hitze etwa 10 Minuten vor sich hinköcheln lassen, bis die Flüssigkeit langsam verdampft ist und der Bulgur gar ist.


3. In einer beschichteten Pfanne mit wenig Öl Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer anschwitzen. Dann kommen Champignons, Paprika und Petersilie hinzu. Alles gut anbraten lassen bis die Champignons etwas Wasser verlieren.


4. Nun gibt man Tomatenmark hinzu. Zusammen nochmal kurz anschwitzen lassen und dann auch die frischen Tomatenstücke ergänzen. Auf mittlerer Hitze sanft köcheln lassen.



5. Alles mit ein wenig Limettensaft, Harissa, rotem Curry, Kräutern, Agavendicksaft und Salz und Pfeffer würzen und abschmecken.


6. Jetzt kommt der Bulgur in die Pfanne hinzu. Sollte er noch zuviel Flüssigkeit haben, kann man in vorab in einem Sieb kurz abtropfen lassen. Alles gut vermischen und erneut salzen und pfeffern, je nach Geschmack. Fertig!


Viel Spaß beim Nachkochen =)

Dienstag, 10. März 2015

Persisches Gemüse Korma

Ein einfaches und schmackhaftes Gericht nach der Arbeit - Persisches Gemüse Korma mit Blumenkohl, Zucchini, Möhren und Kartoffeln in einer pikanten Curry-Kokos-Sauce. Es duftet herrlich nach Koriander, ist vegan und so gesund.


Zutaten für 4 Portionen:

1 EL Olivenöl
1 kleiner Blumenkohl, in kleine Röschen geschnitten
2 Möhren
1 Zucchini
2-3 mittlere Bio-Kartoffeln
1 Strauchtomate
1 rote Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
4 EL Korma Curry Paste
400 ml Kokosmilch (ungesüsst)
1 TL Koriander gemahlen
1 EL Tomatenmark
etwas frischer Koriander oder glatte Petersilie
Meersalz
schwarzer Pfeffer

Beilage: 

240 g Basmati Reis oder Naan Brot


Zubereitung:

1. Die kleinen Röschen vom Blumenkohl abschneiden. Möhren schälen und in feine Scheiben schneiden. Zucchini in grobe Stückchen schneiden. Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Je gleicher die Gemüsestückchen sind, um so einfach ist es nachher, dass alles gleich schnell gar ist.


2. In einem Topf mit Öl das Gemüse etwa 5 Minuten anbraten. Dann kommen Zwiebeln und Knoblauch hinzu und werden weitere 2 Minuten auf mittlerer Hitze mit angeschwitzt. Dabei alles immer gut umrühren.


3. Nun kommt die Korma Paste und die Kokosmilch hinzu. Alles gut umrühren und kurz aufkochen lassen. Dann mit Deckel etwa 10 Minuten auf mittlerer Hitze vor sich hin köcheln lassen. Strauchtomate in grobe Stücke schneiden und ebenfalls hinzugeben.

 
4. Währenddessen 1,5 Liter Wasser zum Kochen bringen und den Basmatireis hineingeben. Kurz aufkochen lassen und dann zugedeckt auf schwacher Hitze 10-15 Minuten sanft köcheln und quellen lassen. Dann vorsichtig in einem sieb abtropfen lassen. Petersilie grob hacken.



5. Deckel von Korma abnehmen, nochmal rühren und weitere 10 Minuten sanft köcheln lassen bis das Gemüse durch gegart aber noch bissfest ist. Zum Schluss mit etwas Tomatenmark und Koriander abschmecken und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit frischem gehackten Koriander oder glatter Petersilie bestreut servieren. Dazu passt Naan Brot oder etwas gekochter Basmatireis.


Viel Spaß beim Nachkochen!

Donnerstag, 5. März 2015

Hirsefrikadellen mit buntem Salat

Endlich wollte ich ein Hirsegericht ausprobieren und habe dieses Rezept für Hirsefrikadellen noch ein wenig verfeinert für meinen Geschmack. Diese Hirsefrikadellen mit buntem Salat sind leicht zu machen und schmecken richtig lecker. Hirse ist das mineralstoffreichste Getreide, denn es enthält  Magnesium, Kalium, besonders viel Silizium und Eisen. Dazu ist Hirse eine gute glutenfreie Alternative. Wer diese Frikadellen also ganz glutenfrei möchte, kann auch glutenfreies Kichererbsenmehl benutzen. 





Zutaten für ca. 10 Frikadellen:

125 g Hirse
250 - 300 ml Gemüsebrühe (vegan)
1 rote Paprika
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 TL Paprikapulver (Scharf)
1/2 TL rotes Curry
2-4 EL Vollkorndinkelmehl oder Kichererbsenmehl
2 EL glatte Petersilie, gehackt
1 Limette
1 EL Tomatenmark
schwarzer Pfeffer
Meersalz
etwas Rapsöl zum Anbraten
Backpapier 

Zubereitung:

1. Hirse in Gemüsebrühe nach Packungsangabe kochen und einweichen lassen. Ofen auf 200 °C vorheizen.


2. Paprika fein würfeln. Zwiebel und Knoblauch ganz fein würfeln. In einer beschichteten Pfanne ganz kurz glasig anschwitzen.




3. Nun die Hirse mit Paprika, Zwiebeln und Knoblauch und Mehl vermischen. Mit Paprikapulver, Petersilie, etwas Limettensaft (1-2 TL), Tomatenmark, sowie Salz und Pfeffer würzen.


4. Die Masse gut vermischen und sie dann zu kleinen Frikadellen formen. Eventuell noch ein wenig Mehl als Hilfe nutzen.  Dann brät man sie in einer beschichteten Pfanne kurz an.


5. Zum Schluß legt man sie auf ein Backblech mit Backpapier und lässt sie für 15 Minuten im Ofen backen. In der Zwischenzeit kann man einen herrlichen bunten Salat dazu vorbereiten und später beides zusammen servieren.



Viel Spaß beim Nachkochen!

Mittwoch, 4. März 2015

Veganes Zwiebelmett

Veganes Zwiebelmett - So oft wurde es mir empfohlen, weil es unheimlich lecker schmecken soll. Und es hat gedauert bis ich es selber ausprobieren wollte, weil es mich rein optisch doch sehr arg an richtiges Mett erinnert, aber ich bin glücklich, dass es eine so tolle vegane Alternative gibt. Es gibt überall verschiedene Rezepte dazu, doch ich wollte hier auch einmal meine Lieblingsvariante vorstellen, die von allen Rezepten das Beste für mich vereint.



Zutaten:

100 g Reiswaffel Natur (ungesalzen & glutenfrei)
2 rote Zwiebeln
80 g Tomatenmark
300 ml Wasser
5- 6 EL Gurkenwasser
1 TL Senf
1 TL Meersalz
schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

1. Die Reiswaffeln in einer Schüssel zerbröseln. Zwiebeln fein würfeln.



2. Zwiebeln und Tomatenmark hinzugeben.



3. Alles gut vermischen und mit Senf, Pfeffer und Salz würzen und abschmecken. Das Zwiebelmett sollte mindestens 5 Stunden im Kühlschrank durchziehen. Am Besten über Nacht ruhen lassen und am nächsten Tag nochmal gut mischen und eventuell nachwürzen.


4. Auf Brot servieren und mit etwas Petersilie oder sauren Gurken garnieren.


Guten Appetit!